Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung, mit der der Errichter, inbesondere gegenüber den später behandelnden Ärzten, bestimmte Behandlungen verweigert bzw. in andere einwilligt.

Sinn einer Patientenverfügung ist der, dass dem Errichter (Patienten) die Möglichkeit gegeben wird, die letzte Lebensphase möglichst weitgehend selbst mit zu gestalten.

Hauptfälle von Regelungen in Patientenverfügungen betreffen die Ablehnung künstlicher lebensverlängernder Maßnahmen und Möglichkeiten der Schmerzlinderung.

Eine verbindliche Patientenverfügung muss schriftlich vor einem Rechtsanwalt oder Notar errichtet werden, wobei davor eine umfassende ärztliche Aufklärung mit medizinischen Informationen über das Wesen und die Folgen der Patientenverfügung erfolgen und dokumentiert werden muss.

Die Errichtung einer Patientenverfügung ist Ausdruck des Selbstbestimmungsrechtes und soll Situationen regeln, in der der konkrete Patientenwille durch die behandelnden Ärzte nicht mehr ermittelt werden kann.

Patientenverfügungen können registriert werden und sind auf die Dauer von 5 Jahren ab Abschluss gültig.

Es empfiehlt sich, über die Frage der Errichtung einer Patientenverfügung mit dem Hausarzt zu sprechen und auch anwaltlichen Rat einzuholen.